Erträge 2015

GRI-Indikatoren

  • G4-9
  • G4-EC1
zum GRI-Inhaltsindex

Ertragsentwicklung

Im Jahr 2015 konnten wir erstmals über 9,5 Millionen EUR an Ertrag erzielen.

Was passiert in Sielmanns Naturlandschaften?

Beispiel: Wanninchen in Brandenburg

Neue Flächen

19,31 ha

an den Bornsdorfer
Teichen erworben

Kraniche

8.270

Kraniche zur Herbstrast
(Eintagesmaximum)

Singschwäne

263

Singschwäne haben
hier überwintert

Besucher

6.500

Besucher im
Natur-Erlebniszentrum

Vielen Dank an 66.392 Spender!

Anteil der
Dauerspender:

2015
42 %
2014
28 %

Aufwendungen 2015

Weitere interessante Zahlen aus dem Jahr 2015

Wissenswertes

Veranstaltungen

250

Events rund um den Naturschutz auf Gut Herbigshagen

Online-Besucher

175.245

User auf der Website www.sielmann-stiftung.de

Döberitzer Heide

15

organisierte Wanderungen und Exkursionen

Stillgewässer

26

Einweihung des 26. Stillgewässers im Biotopverbund Bodensee

Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn und Verlustrechnung 2015 2014 2013 2012
T€ T€ T€ T€
Erträge 9.518 8.739 9.367 9.264
Aufwendungen -7.861 -7.793 -8.274 -8.441
Zwischenergebnis 1.657 946 1.093 823
Finanzergebnis 962 741 670 595
Steuern -42 -146 -9 -10
Wirtschaftliches Ergebnis 2.577 1.541 1.754 1.408
Verbrauch von in Vorjahren zugeflossenen Spenden
Noch nicht satzungsgemäß verwendete Spenden 946 1.442 1.276 1.246
Längerfristig gebundene Spenden 657 441 425 421
Noch nicht verbrauchter Spendenzufluss des Geschäftsjahres -3.812 -3.006 -3.094 -2.791
Jahresüberschuss 368 418 361 284
Erhöhung des Eigenkapitals aus realisierten Vermögensumschichtungen -368 -418 -361 -284
Ergebnisvortrag 0 0 0 0

Einnahmen

Zuwendungen von Privatpersonen

Im vergangenen Jahr wurden 6,2 Mio. EUR private Spenden gesammelt (Vorjahr 7,0 Mio. EUR). Der Spendenrückgang ist auf unsere veränderte Strategie im Fundraising zurückzuführen, bei der den reduzierten Spendeneinnahmen deutlich reduzierte Fundraisingkosten gegenüberstehen. Die Heinz Sielmann Stiftung spürte ab dem zweiten Halbjahr, dass der Fokus der Spenden auf der Flüchtlingshilfe lag. Die Stiftung verzeichnete deshalb Spendenmindereinnahmen in Höhe von fast 1 Mio. EUR. Für Einnahmen aus Testamenten, die nicht zweckgebunden waren, wurde im Jahr 2015 von der Satzungsermächtigung der Verwendung von Erbschaften für die laufende Mittelverwendung in Höhe von 1,4 Mio. EUR Gebrauch gemacht (§ 4 Ziff. 2 der Satzung). In der Gesamtbetrachtung der Einnahmen machen Spenden und Erbschaften von Privatpersonen wie in den Vorjahren ca. 80 Prozent der Gesamteinnahmen aus.

Leistungsentgelte

Bei den Leistungsentgelten handelt es sich um Dienstleistungen an Dritte auf der Basis von Vereinbarungen. Unter anderem finanzieren sie in unseren Zweckbetrieben die Erfüllung der satzungsgemäßen Ziele mit. Holz- und sonstige land- und forstwirtschaftliche Erlöse fallen in unseren Naturlandschaften bei der Flächenpflege und bei Naturschutzmaßnahmen an. In den Sielmanns Naturlandschaften werden Naturerlebnis-Veranstaltungen und Klassenfahrten durchgeführt. Für unsere Besucher bieten wir gegen ein geringes Eintrittsgeld an verschiedenen Standorten Ausstellungen, Lehrpfade und Einblicke in die Arbeit der Heinz Sielmann Stiftung. Mitarbeiter der Stiftung sind auch als kompetente und erfahrene Berater gefragt und erbringen wissenschaftlich fundierte Honorardienstleistungen.

Zuschüsse

Auch im Jahr 2015 hat die Heinz Sielmann Stiftung für ausgewählte Projekte öffentliche Gelder oder Zuschüsse durch Dritte erhalten. Mit Hilfe von institutionellen Zuwendungen und einem durch die Heinz Sielmann Stiftung zu tragenden Eigenanteil werden die laufenden Aufwendungen von geförderten Projekten finanziert. Projekte, die 2015 durch Fördermittel mitfinanziert wurden, waren: „Ganzjährige Beweidung und Natura 2000 – Weideleitfaden 2“, das Besucher-Informations-Zentrum in Wanninchen, die Wanderapplikation „Auf Spurensuche am Grünen Band“ und das Projekt „Naturnahe Firmengelände“. 

Sonstige betriebliche Erträge

Die Erträge aus Miet- und Pachteinnahmen sind in 2015 durch die Nachzahlung einer Pacht für die Naturlandschaft Wanninchen rückwirkend bis zum Jahr 2011 abweichend hoch ausgefallen. Auch die Auflösung einer Rückstellung, die die Risiken einer Förderzusage berücksichtigte, ist ein im Jahr 2015 außergewöhnlicher Ertrag. In den übrigen Erträgen sind Versicherungsentschädigungen, Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen, Rabatte und Sachbezüge verbucht.

Ausgaben

Die Aufwendungen der Heinz Sielmann Stiftung sind im Jahr 2015 etwa auf Vorjahresniveau. 

Projektaufwand

  • Zu den unmittelbaren Aufwendungen für satzungsgemäße Projekte gehören:
  • die Projektaufwendungen für die Sielmanns Naturlandschaften (Groß Schauen, Wanninchen, Döberitzer Heide, Kyritz-Ruppiner-Heide) und Biotopverbünde (Grünes Band, Bodensee),
  • die Projektaufwendungen für Förderprojekte ,
  • die Projektaufwendungen für Film,
  • die Projektaufwendungen für sonstige Projekte,
  • die Projektaufwendungen für satzungsgemäße Informationsarbeit,
  • die Aufwendungen für Preise, Veranstaltungen, Presse und Kooperationen.

Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren und Dienstleistungen zusammen. Materialaufwand fällt üblicherweise in Zweckbetrieben und steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben an. Den Hauptanteil am Materialaufwand nimmt der Zweckbetriebsanteil des Dienstleistungsvertrages mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ein, die in den Naturlandschaften Kyritz-Ruppiner-Heide und Döberitzer Heide Tätigkeiten zur Flächenbewirtschaftung übernimmt.

Personalaufwand

Der Personalaufwand umfasst die Arbeitsentgelte einschließlich Tantiemen und geldwerte Leistungen sowie soziale Abgaben und Personalnebenkosten für das eigene Personal. Innerhalb des Jahres 2016 waren bei der Heinz Sielmann Stiftung 55 Personen beschäftigt. Zum Stichtag 31.12.2015 betrug die Mitarbeiterzahl 46: 23 Vollzeit, 10 Teilzeit, 11 in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen und 2 FÖJler.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen geben den Wertverlust (die Abnutzung) des Anlagevermögens wieder.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gehören beispielsweise die Spenderinformation und -betreuung, Neuspenderwerbung, Verwaltungsbedarf, Instandhaltungsaufwendungen, Aufwendungen aus Anlagenabgang usw.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Gliederungsschema des § 275 Abs. 2 HGB ist an die Besonderheiten der Stiftung angepasst. Die Umstellung erfolgte aufgrund der Mitgliedschaft im Deutschen Spendenrat e.V.. Die Mitglieder des Deutschen Spendenrates verpflichten sich in einer Selbstverpflichtungserklärung einen Jahresabschluss sowie eine Vier-Sparten-Rechnung nach interner Maßgabe aufzustellen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben sich nach den bereits erläuterten Erträgen und Aufwendungen weitere Positionen.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis wird aus den Erträgen aus anderen Wertpapieren (keine Beteiligungen), unter Abzug der Wertberichtigung von Wertpapieren aufgrund von Kursentwicklungen unter den Anschaffungswert und des Aufwandes für Darlehen, Bankkredite o.ä. ermittelt. Erträge und Aufwendungen aus Wertpapieren werden der Vermögensverwaltung zugerechnet. Gemäß der Nachhaltigkeit in der Anlagestrategie investiert die Heinz Sielmann Stiftung nur in Finanzprodukte, die in unserer Anlagerichtlinie festgelegt sind.

Steuern

Die Steuern unterteilen sich in Steuern vom Einkommen und Ertrag und sonstige Steuern. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen den steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb sowie nicht anrechenbare Quellensteuern im Rahmen der Vermögensverwaltung. Sonstige Steuern umfassen KFZ- und Grundsteuern.

Das wirtschaftliche Ergebnis des Jahres 2015 in Höhe von 2.577 TEUR ist gegenüber dem Vorjahr (1.514 TEUR) wesentlich gesteigert worden.

Zu diesem Ergebnis wird der Verbrauch aus in Vorjahren zugeflossenen Spenden, aufgeteilt in noch nicht satzungsgemäß verwendete Spenden und längerfristig gebundene Spenden, addiert und der noch nicht verbrauchte Spendenzufluss des Geschäftsjahres abgezogen. Der daraus resultierende Jahresüberschuss wird zur Erhöhung des Eigenkapitals aus realisierten Vermögensumschichtungen verwendet – damit ergibt sich ein Ergebnisvortrag von 0.

Bilanz

Aktiva 2015 2014 2013 2012 Passiva 2015 2014 2013 2012
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Anlagevermögen Eigenkapital
Immaterielle Vermögensgegenstände 410 443 479 513 Stiftungskapital 10.210 9.843 8.011 7.941
Sachanlagen 14.147 10.107 8.874 9.059 Umschichtungsergebnisse 1.562 1.194 775 414
Finanzanlagen 18.985 15.712 10.999 2.106
Umlaufvermögen Noch nicht verbrauchte Spendenmittel
Vorräte 20 36 42 55 Noch nicht satzungsgemäß verwendete Spenden 10.315 7.915 7.994 6.389
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 385 361 159 120 Längerfristig gebundene Spenden 14.567 10.555 9.353 9.565
Kasse, Bankguthaben 6.354 4.367 6.925 13.237 Rückstellungen 578 610 489 150
Verbindlichkeiten 3.129 914 868 487
Rechnungsabgrenzung 60 5 12 12 Rechnungsabgrenzung 156
40.361 31.031 27.490 25.102 40.361 31.031 27.490 25.102
Passiva 2015 2014 2013 2012
T€ T€ T€ T€
Eigenkapital
Stiftungskapital 10.210 9.843 8.011 7.941
Umschichtungsergebnisse 1.562 1.194 775 414
Noch nicht verbrauchte Spendenmittel
Noch nicht satzungsgemäß verwendete Spenden 10.315 7.915 7.994 6.389
Längerfristig gebundene Spenden 14.567 10.555 9.353 9.565
Rückstellungen 578 610 489 150
Verbindlichkeiten 3.129 914 868 487
Rechnungsabgrenzung 156
40.361 31.031 27.490 25.102

Erläuterungen zur Bilanz 31.12.2015

Dieser Jahresabschluss ist unter Beachtung der Bestimmungen des Handelsgesetzbuches, des Bayerischen Stiftungsgesetzes sowie der Satzung aufgestellt worden.

Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen die ausschließlichen Vertriebs- und Verwertungsrechte an Natur- und Tierfilmen. Die Abschreibung erfolgt über einen Zeitraum von 25 Jahren.

In der Entwicklung der Vermögenslage der Heinz Sielmann Stiftung ergeben sich durch den Beschluss der Liquidation der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide gemeinnützige GmbH auffallende Veränderungen im Sachanlagevermögen. Im Schenkungs- und Überlassungsvertrag sind der schenkungsweise Übergang der zum Unternehmen gehörenden Wirtschaftsgüter, Grundbesitze und der Geschäftsbetrieb vereinbart. Übertragungsstichtag war der 30.06.2015. Die bereits übertragenen Vermögensgegenstände sind bilanzierungsfähig. Die Bewertung des übertragenen Vermögens erfolgte bei der Heinz Sielmann Stiftung in Höhe der fortgeführten Anschaffungs-/ Herstellungskosten der Sielmanns Naturlandschaft gGmbH i. L.. Die Fortführung der Anschaffungskosten dient dem Nachweis der satzungsgemäßen, gemeinnützigen Mittelbindung und Mittelverwendung. Die Zuwendung erfolgte erfolgsneutral (siehe auch Passivposition „Längerfristig gebundene Spenden“). Die Liquidation ist noch nicht abgeschlossen. Es steht die Übertragung weiterer Grundstücke auf die Heinz Sielmann Stiftung noch aus.

Unter den Finanzanlagen wird die 100%ige Beteiligung an der Heinz Sielmann Stiftung Fördergesellschaft mbH, Duderstadt, mit 52 TEUR ausgewiesen. Ferner ist die 100%ige Beteiligung an der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide gemeinnützige Gesellschaft mbH i.L. von 100 TEUR sowie eine stille Beteiligung von 500 TEUR berücksichtigt. Die Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 18.333 TEUR betreffen z.B. Renten, Mischfonds, Aktien-Indexfonds, Investmentfonds, Aktienfonds und sonstige Werte. 

Die Heinz Sielmann Stiftung verfolgt eine Anlagepolitik bei der nur in Finanzprodukte investiert wird, die den Kriterien der Anlagerichtlinie (im Internet einsehbar), besonders in Bezug auf die Grundsätze der Ethik und Nachhaltigkeit entsprechen. Als Aktienanlagen sind nur Titel aus dem „STOXX Global ESG Leaders-Index“ oder dem „STOXX Sustainability Europe ex AGTAFA-Index (ex Alcohol, Tobacco, Gambling, Armaments & Firearms, Adult Entertainment)“ zulässig. Im Anlageuniversum Anleihen sind Staatsanleihen ausgeschlossen von sämtlichen Ländern, die die Todesstrafe praktizieren, als „Nicht-frei“ im Sinne der Organisation und Forschungseinrichtung „Freedom House“ klassifiziert sind, als besonders korrupt (im Sinne des CPI von Transparency International) wahrgenommen werden (Rating < 4,0 CPI = Corruption Perceptions Index).

Die Anlagerichtlinie gewährt Bandbreiten bei der Anlage in Aktien und Renten bis zu 75%, in Rohstoffe und alternative Anlagen jeweils bis zu 10% und Liquidität jeweils bis zu 100%. Um künftige Kapitalverluste zu minimieren, legt die Anlagerichtlinie Grenzen für den Value at Risk (Marktrisikolimit) bei einem Konfidenzlevel von 95% bei maximal 20% für 250 Börsentage fest. D. h. mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% darf bei einer Haltedauer von einem Jahr der Verlust maximal 20% betragen. Die Vorgaben der Anlagerichtlinie hinsichtlich der Aufteilung der Anlageklassen wurden am 31.12.2015 eingehalten.

Die Vorräte, und darin eingeschlossen das Tiervermögen, wurden durch körperliche Bestandsaufnahme ermittelt.

Die Forderungen sind zum Zeitpunkt der Bilanz Erstellung im Wesentlichen eingegangen.

Passiva

Dem Eigenkapital wurden satzungsgemäß die aus Zustiftungen eingegangenen Mittel (367 TEUR/ Vorjahr Erbschaften und Zustiftungen 1.832 TEUR) sowie die Veräußerungsergebnisse aus Wertpapieranlagen (368 TEUR/ Vorjahr 419 TEUR) zugeführt. Die Heinz Sielmann strebt eine reale Kapitalerhaltung des Stiftungsvermögens an. Zur Ermittlung der realen Kapitalerhaltung auf den Abschlussstichtag wird dem zu erhaltenden Kapital das dauerhaft verfügbare Eigenkapital gegenübergestellt. Das real zu erhaltende Kapital wird ermittelt, indem das Stiftungskapital mit dem harmonisierten Verbraucherpreisindex indiziert wird. Das Stiftungskapital wird in der Bilanz ausgewiesen (= nominal zu erhaltendes Kapital). Es handelt sich um das im Rahmen der Gründung durch die Eheleute Sielmann zugewendete Kapital sowie die später erfolgten Vermögenszuwendungen in Form von Zustiftungen und Erbschaften. Das real zu erhaltene Kapital beträgt am Abschlussstichtag 11.396 TEUR. Das der Stiftung zu Verfügung stehende Kapital ergibt sich aus der Summe der bilanziellen Eigenkapitalbestandteile (Stiftungskapital, Umschichtungsergebnisse). Am 31.12.2015 beträgt dies 11.772 TEUR, es ergibt sich eine Überdeckung von 376 TEUR. Das Vermögen der Stiftung ist am 31.12.2015 in seinem Bestand nominal und real ungeschmälert erhalten.

Der Jahresabschluss wird unter Beachtung der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Besonderheiten der Rechnungslegung Spenden sammelnder Organisationen (IDW RS HFA 21) aufgestellt. Demnach ist das maßgebliche Kriterium für die Ertragsrealisierung nicht die Vereinnahmung von Spenden, sondern ihre satzungsgemäße Verwendung. Die Spenden werden daher zum Zufluss Zeitpunkt zunächst ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung im gesonderten Passivposten „Noch nicht verbrauchte Spendenmittel“ nach dem Eigenkapital erfasst. Die ertragswirksame Auflösung dieses Postens erfolgt korrespondierend zu dem durch satzungsgemäße Verwendung der Spenden entstehenden Aufwand und wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag aus Spendenverbrauch ausgewiesen. 

Die noch nicht verbrauchten Spendenmittel enthalten die Rücklage für steuerbegünstigte satzungsgemäße Zwecke (Projektrücklage und Vermögenserhaltungsrücklage) sowie die längerfristig gebundenen Spenden. 

In die Projektrücklage wurden Mittel eingestellt, um satzungsgemäße Projekte gemäß § 62 Abs. 1 Nr. 1 AO nachhaltig erfüllen zu können. Außerdem wurde die Vermögenserhaltungsrücklage gemäß § 62 Abs. 1 Nr. 3 AO erhöht.

Die Position „Längerfristig gebundene Spenden“ repräsentiert Spenden, die zum Erwerb von Vermögensgegenständen verwendet wurden, soweit diese zum Abschlussstichtag weder verbraucht noch abgeschrieben wurden. Aus diesen Mitteln wurden z. B. die Naturschutzflächen in den Sielmanns Naturlandschaften finanziert. Der außergewöhnliche Anstieg der Passivposition resultiert aus dem übertragenen Anlagevermögen der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide gGmbH i.L.. Da diese Vermögen noch nicht verbraucht ist, handelt es sich um „Längerfristig gebundene Spenden“.

Die Rückstellungen sind in Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt und tragen den erkennbaren Risiken Rechnung.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.