Begriffserklärungen

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D
Deutscher Nachhaltigkeitskodex

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) wurde vom Rat für Nachhaltige Entwicklung erarbeitet und dient als Empfehlung für die nicht-finanzielle Berichterstattung zu ökologischen, sozialen und Governance-Aspekten (ESG) von Unternehmen und Organisationen jeder Art. Zur Erfüllung des DNK wird eine Entsprechungserklärung zu den 20 DNK-Kriterien sowie zu weiteren ausgewählten nicht-finanziellen Kriterien (z.B. ergänzende GRI-Kriterien) erstellt.

Dow Jones Sustainability Indizes

Der Dow Jones Sustainability Index (DJSI) ist ein Aktienindex, der 1999 von Dow Jones Indexes, STOXX Limited und der SAM Group ins Leben gerufen wurde. Er gilt als einer der ersten globalen Indizes, die die Leistung von Unternehmen hinsichtlich Nachhaltigkeit messen und verfolgen. Im Dow Jones Sustainability World Index (DJSI World) sind die im Bereich Nachhaltigkeit führenden 10% aus den rund 2500 im Dow Jones World Index gelisteten Unternehmen repräsentiert. Insgesamt sind mehr als 300 Unternehmen im DJSI gelistet.

F
FFH-Richtlinie und -Gebiete

Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, kurz FFH-Richtlinie oder Habitatrichtlinie, ist eine Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union (Richtlinie 92/43/EWG). Zusammen mit der EG-Vogelschutzrichtlinie hat sie zum Ziel, wildlebende Arten, deren Lebensräume und die europaweite Vernetzung dieser Lebensräume zu sichern und zu schützen. Zu diesem Zweck werden Schutzräume, die sogenannten FFH-Gebiete ausgewiesen. 

Fundraising Incentives

Kleine Geschenke oder Beilagen in Spendenbriefen, die dazu beitragen, dass sich ein Anschreiben aus der Masse der Werbebriefe abhebt, indem sie die Aufmerksamkeit des Empfängers erhöhen. Darüber hinaus dienen sie als Vorab-Dankeschön für die Unterstützung des Empfängers.

G
Global Reporting Initiative (inkl. Sector Disclosure Supplement für NGOs)

Die Global Reporting Initiative (GRI) ist eine unabhängige, nicht gewinnorientierte Organisation mit Sitz in Amsterdam, die die GRI-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung veröffentlicht. Die 4. Generation der GRI-Richtlinie (G4) wurde im Mai 2013 veröffentlicht und ist seit 2016 verbindlich in der Anwendung. Ergänzt wird diese durch Sektor-spezifische Erweiterungen (sog. Sector Disclosure Supplements), im Fall von Nicht-Regierungsorganisationen durch das NGO Sector Supplement.

K
Kreislaufwirtschaft

Die Idee der Kreislaufwirtschaft ist es, die eingesetzten Rohstoffe einer Ware über deren Lebenszyklus hinaus wieder vollständig in den Produktionsprozess zurückzuführen. Durch intelligentes Produktdesign oder intelligente Nutzung, in der weder Abfälle noch Emissionen anfallen, werden Stoffe und Energie stetig weiterverwendet. Vorbild ist dabei der geschlossene Stoffkreislauf der Natur.

M
Materialitätsanalyse

Die Materialitätsanalyse (auch: Wesentlichkeitsanalyse) ist ein Instrument des Nachhaltigkeitsmanagements und dient zur Identifizierung relevanter Nachhaltigkeitsthemen für eine Organisation. Hierbei wird die Relevanz der Themen aus Sicht der Stakeholder (externe Perspektive) sowie aus Sicht der Organisation (interne Perspektive) bewertet.

P
Public Private Partnerships

Public Private Partnership (PPP) bezeichnet die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Organen, zum Beispiel Kommunen oder nationalen Regierungen, und Unternehmen zur Umsetzung vormals rein öffentlicher Aufgaben, wie Wasserversorgung, Bildung und Infrastruktur. Hierbei stellen Firmen finanzielle Mittel, Expertise und Dienstleistungen zur Entlastung der öffentlichen Hand zur Verfügung. 

R
Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex

Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält darüber hinaus international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex formuliert und überprüft den Kodex regelmäßig auf Aktualität und nimmt ggf. Änderungen vor.

S
Schilfkläranlage

Eine Schilfkläranlage ist eine alternative, naturnahe Abwasserentsorgung, in der Sumpfpflanzen als Lebensraum für Mikroorganismen dienen, die zum Abbau der Abwasserinhaltsstoffe beitragen. Das Abwasser durchsickert den Boden von wird so durch Bakterien und auf physikalisch-chemische Weise gereinigt. 

Silage

Silage ist ein durch Milchsäuregärung konserviertes Futtermittel, welches sich insbesondere für Wiederkäuer wie Kühe eignet. Unter Luftabschluss können grundsätzlich alle Grünfuttermittel, wie Gras, Mais oder Getreide zu Silage verarbeitet werden.

Stakeholder

Stakeholder ist eine Sammelbezeichnung für Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen, die von den Aktivitäten und Entscheidungen einer Organisation beeinflusst werden oder diese selbst beeinflussen können. Hierzu gehören etwa Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Konsumentinnen und Konsumenten, Anteilseignerinnen und -eigner, Lieferanten, Nicht-Regierungs-Organisationen und Gemeinden, in denen eine Firma oder Organisation tätig ist. 

STOXX Sustainability Indizes

STOXX, ein Joint Venture der Swiss Exchange SIX und der Deutschen Börse, lanciert seit 2001 mehrere Nachhaltigkeitsindizes, die sogenannten STOXX ESG & Sustainability Indices. Um in einem der Indices gelistet zu werden, müssen Unternehmen ein positives Gesamtrating erreichen, in welches ihre Nachhaltigkeitsleistung sowie die jeweilige Branchenbewertung einfließen. Indizes sind beispielsweise der „STOXX Global ESG Leaders Index“, welcher die weltweit hinsichtlich bestimmter Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien führenden Unternehmen repräsentiert. Der „STOXX Europe Sustainability ex AGTAFA (Alcohol, Gambling, Tobacco, Armaments, Firearms & Adult Entertainment) Index“ umfasst hingegen die größten europäischen und bzgl. Nachhaltigkeit führenden Unternehmen und schließt dabei die Branchen Alkohol, Glücksspiel, Tabak, Rüstung und Waffen sowie Erwachsenenunterhaltung aus. 

V
Verrieselung

Unter Verrieselung wird in der Abwasserbeseitigung und in der Landwirtschaft die geregelte Einbringung von Wasser in den Boden verstanden. Dabei werden sogenannte Rieselfelder mit dem Abwasser beregnet, das zuvor in einem Absetzbecken mechanisch vorgereinigt wurde. Während das Abwasser im Boden versickert, werden die organischen Inhaltsstoffe durch biologische Prozesse abgebaut.

Versandblindadressen/Kontrolladressen

Kontrolladressen sind Adressen von der Organisation verbundenen Personen (Mitarbeiter, Beiräte etc.). An Kontrolladressen werden in der Regel alle Massenaussendungen der Organisation verschickt, damit die Empfänger über alle postalischen Aktivitäten der Organisation unterrichtet sind. Kontrolladressen haben weiterhin den Zweck, die ordnungsgemäße Zustellung der Sendungen zu kontrollieren (Datum der Zustellung, Verarbeitung des Mailings etc.).

Z
Zustiftung

Unter einer Zustiftung versteht man eine Zuwendung an eine bereits bestehende Stiftung in Form von monetären oder Sachleistungen (z.B. Immobilien). Im Gegensatz zu Spenden, die zeitnah für den Stiftungszweck verwendet werden müssen, erhöhen Zustiftungen das Grundstockvermögen einer Stiftung, die somit langfristig höhere Erträge erzielen kann.